Bruno Kurz

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....Was also passiert hier? Was stellt uns der Maler Bruno Kurz in seinen Bildern eigentlich vor? Das Malen als Thema selbst?

Nein, sage ich mit der Kollegin Sabine Heilig, die im Katalog 'Licht Passagen' über Bruno Kurz treffend formuliert: "... Farbe wird bei ihm nicht zum Material, sie bleibt an ihre Funktion gebunden. Sie dient", so schreibt Sabine Heilig, "dazu, das Licht in seinem Spektrum sichtbar zu machen".

Bruno Kurz zeigt uns in seinen Bildern - und nicht von ungefähr nennt er die Ausstellung 'chamber of light'; angeregt von der prächtigen Lichtfülle dieser Ausstellungsräume - also der Maler zeigt uns das Ureigenste, ohne das wir nichts sehen würden: das Licht. Er ist in allem, in all seinen Bildern und Rauminstallationen, die ich von ihm kennen lernen konnte, ein 'Licht-Bildner', ein Künstler, der das Sehen selbst und damit das Licht zum Thema seiner künstlerischen Sprache, zum Mittel seines kreativen Denkens gewählt hat.

... Keine Landschaftsbilder und doch Farb-Landschaften von beeindruckender Dichte. Ihre Präsenz und atmosphärische Transparenz erhalten sie neben dem virtuosen Einsatz der bildnerischen Mittel, der Farben in Kombination mit ihren Trägern, durch das Wissen um die Phänomenologie des Lichtes. Denn Licht ist untrennbar mit zwei weiteren physikalischen Gegebenheiten verbunden: dem Raum und der Zeit.

Aus der Eröffnungsrede von Wendelin Renn (Städt. Galerie Villingen-Schwenningen)