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.......Es sind dies Schöpfungen, die mit sanfter Macht sich gegen unseren Zeitgeist der Schnelllebigkeit, der Sensationslust und des Materialismus stemmen. Sie tun das ganz unspektakulär und leise und doch ruht in dieser Schweigsamkeit eine große Kraft und eine subtile Macht. Die spirituelle Stille der Bilder von Bruno Kurz entzieht sich dem Lärm des Alltags und läutert ihn. Sie fordern von uns ein langsames verinnerlichtes Betrachten und verweigern sich konsequent dem schnellen, gierig konsumierenden Blick. Um in Resonanz gehen zu können, muss sich der Betrachter auf die Schwingung des Bildes einstellen, d.h. er muss seine inneren Sensoren öffnen für die feinen Frequenzen, die diese Bilder aussenden. Gelingt ihm dies, so vermitteln sie ihm Stimmungen der Ausgeglichenheit, des Friedens und einer sich ausdehnenden Ruhe. Bilder, die sich "Membrane" nennen, fordern den Betrachter auf, selbst zu einer Membran zu werden -durchlässig für den Klang der Stille. Kein Bild von Bruno Kurz ist in seiner wahren Qualität erfahrbar ohne vorherige Sensibilisierung des Betrachters. Sie lehren den Betrachter, inne zu halten, still zu werden und im Innern nach einem verschütteten Organ zu suchen, einem Organ, das man früher "Empfindsamkeit" nannte.
Früher - damit könnte z.B. die deutsche Romantik gemeint sein. Empfindsamkeit war zur Zeit der Romantik ein hohes Ideal, das es unbedingt zu erreichen galt. Die Romantik entdeckte die empfindsame Liebe und die Empfindsamkeit in der Natur. Auch die Empfindsamkeit des Religiösen...... Zitiert aus der Eröffnungsrede von Dr. Barbara Regina Renftle, Neu-Ulm/ Biberach |
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